MikroTik

Routing the World – so der Leitspruch der Firma aus Lettland (Europa) welche Router, Switches sowie WiFi Equipment herstellt. Für Netzwerk Interessierte kann sich ein Blick auf https://mikrotik.com also lohnen


Mikrotik erzeugt die eigene Hardware in Form von RouterBoard Devices bzw für die wirklich starken Geräte “Cloud” -Devices (Cloud Core Router / Cloud Core Switch / Cloud Router Switch).
Die Geräte gibt es ab ca. 25€ und alle sind mit der selben Software in vollem Funktionsumfang ausgestattet. Einzig der Lizenz Level ist unterschiedlich, wobei ab Lizenz Level 4 für den normalen Homeuser sicher kein Unterschied mehr besteht. Das heisst aber nicht, dass das 25€ Gerät mit Licenzlevel 4 genauso gut ist wie das 200€ Gerät mit Licencelevel 6 – wobei es hier nicht mehr auf den Lizenzlevel sondern auf die verbaute Hardware ankommt, was es schwer macht das erste Gerät einzuschätzen, da man die Hardwareanforderungen an das jeweilige Featureset kaum bekannt sein dürften, sofern man sich nicht wirklich gut in der Welt der Router CPUs und Switch Chips/CPUs auskennt, es gibt jedoch “sichere Pferde” wie der “hEX S” wenn man kein WiFi benötigt oder der “hAP ac²” welche das Zeug zu einem sehr sehr guten Homerouter haben. Zusätzlich passen diese auch physich in jedes Homesetup. Gleichzeitig sollten diese von der Hardware her den Anforderungen des erfahrenen Homeusers bestimmt ausreichen. Und JA die Anforderungen an Router und Features steigen auf jeden Fall, wenn man einmal so ein Gerät verwaltet hat.

Bei WiFi hat Mikrotik auf jeden Fall gutes Equipment, welches sich sicher mit Ubiquity messen, wenn nicht übertreffen kann, wieder einmal je nach Austattung der Hardware. Auch hier kann man die Accesspoints über ein zentrales Management steuern, welches sich in diesem Fall Capsman nennt. Es ist jedoch mehr Netwerkwissen und Konfigurationsaufwand notwendig als bei einer Ubiquity Anlage, dafür aber auch tiefgehender Anpassbar an die eigene Situation.

Sehr interessant auch die Cloud Router Switch Serie, welche ein Dual-Boot System besitzt, über welches man 2 von einander unabhängigen Betriebssystemen wechseln kann, da diese sowohl RouterOS als auch SwitchOS booten können, zudem kann man in den beiden Systemen unterschiedliche Konfigurationen hinterlegen, und so durch einen Reboot zwischen diesen wechseln. So kann man sich entscheiden ob man seinen Switch mit dem einfacheren SwitchOS oder dem enorm umfangreichen RouterOS betreibt. Hierbei ist SwitchOS jedoch ein Betriebssystem für L2 Features (die Switch kennt zwar IP (Layer3) aber das Featureset ist L2 gebunden), für anspruchvollere Konfigurationen betreibt man eher RouterOS

Generell richtet sich Mikrotik nicht an den normalen Heimanwender sondern eher an den Netzwerk-Admin / Admin / sehr erfahrenen Heimanwender welcher bereits tiefgehendere Netzwerkkentnisse besitzt. Selbst erfahrene Heimanwender können erschlagen werden vom Umfang des RouterOS und bei dessen Einstellungsmöglichkeiten verzweifeln. Zudem wird bei der Konfiguration jeder Klick sofort angewendet, ohne dass man diesen extra speichern muss, was Anfänger oft dazu bringt durch einen Hardware-Reset neu anzufangen. (Anfänger sollten auf jeden Fall vor kritischen Schritten Backups anlegen, auf die man zurücksteigen kann, sollte man den Router resetten müssen weil man sich z.B.: über die FIrewall ausgesperrt hatte.

Mikrotik ist somit aus meiner Sicht auf jeden Fall einen Blick wert, speziell dort, wo ein reichhaltiges Featureset benötigt wird.